Sonntag, 2. Dezember 2007

Stulpenkreuzung


Ich stehe an der Stulpenkreuzung und schaue nach links und nach rechts. Super, die Stulpen sind fertig, und ich bin mächtig stolz drauf. Die Anleitung verdanke ich übrigens der freundlichen Zusendung von Marianne, die mit einigen anderen diese prächtigen Handwärmer 2006 im Knitalong gestrickt hat. Gegen 2 Euro (plus Porto) für die Frühchenstrickerei flatterte mir das Stulpenrezept ins Haus. (Wer's nicht so machen will, macht's anders und schaut auf Petras Originalanleitung, die ich erst später entdeckt habe.)
Ja, und nun? Weihnachten naht, um nicht zu sagen, es droht! Wie jeder Strickerin, die sich vorgenommen hat, möglichst viele Leute mit tragbaren Maschen zu beglücken. Fürs Erste hab ich mich mit mir selbst auf Socken geeinigt. Geht schnell - die betreffende Person mag keine Zöpfe. Also flitze ich mit heißer Nadel durch die Wolle, wie schon so oft, und freu mich am Farbenspiel.
Socken stricke ich übrigens grundsätzlich mit Bumerang und, wenn es sich irgendwie ausgeht, im schlichten Falle als 3 rechts, 2 links.
Die Stulpen hingegen waren alles andere als ein Projekt für Blindstricken: schwierige Verzopfung im quasi-keltischen Bereich. Kompliziert war das Muster zwar eigentlich nicht, aber zig Nadelüberdreher hintereinander waren für mich doch eher neu und dementsprechend ... lästig. Ja, das trifft die Sache. Ständig im Kopf zu behalten, wo man sich grade befindet und ob man nun einen Rückwärts- oder Vorwärtsüberschlag vollführen muss, ist nicht völlig ohne.
Aber wie es mir so oft passiert, ist aus dem Stulpenprojekt auch ein Lernwunsch erwachsen: Ich möchte zu gern mal in die Aran-Strickerei reinschnuppern. Tja, wie segensreich, dass das mit Weihnachten nicht nur in eine Richtung funktioniert: Dieses Jahr wird das Christkind ein paar Strickbücher unterm Baum hinterlassen, glaub ich.

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