Dienstag, 30. Dezember 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 1/2009



Das Wollschaf eilt uns bereits ins neue Jahr voraus ("1/2009"!) und fragt genau zum richtigen Zeitpunkt:

Mich würde mal interessieren was sich die Leute strick- und handarbeitstechnisch so vorgenommen haben für das Neue Jahr - und ob überhaupt!
Herzlichen Dank an Birgit für die heutige Frage!

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Oh, là là, selbst wenn ich gerade voll auf der Mopsschnauze liegen würde, müsste ich diese Frage beantworten! Denn: Kein neues Jahr ohne neue Vorhaben!

Erstens: tausend tolle Garne spinnen. Okay, vielleicht werdens nur 243, aber auf jeden Fall ein Riesenhaufen. Da ich grade erst mit dem Spinnradspinnen begonnen habe, bin ich noch nicht so weit ausdifferenziert, dass ich sagen könnte: 5 ThickandThins, 14 in Grüngelbgold ... aber macht ja nix. Lassen wir uns einfach überraschen!

Zweitens: Sachen FERTIGMACHEN! Und zwar nicht im Sinne von "vernichten"! Nein, fertig im Sinne von fertig. Abschluss, Ergebnis! Schon jetzt für meinen Weihnachtsurlaub hab ich mir vorgenommen, einen Pullover zusammenzunähen, der das eigentlich bereits vor genau einem Jahr erleben sollte.

Drittens: Wolle aussortieren und loswerden! Ein GANZ großer Punkt. Schließlich kann ich nicht ewig Regale anbauen, so eine Wohnung hat bekanntlich nur begrenzten Platz.

Viertens: Endlich einen Fotoscheinwerfer anschaffen, damit ich neue Fotos von meinen Sachen machen kann, damit ich die wiederum bei Dawanda einstellen und damit schlussendlich Platz gewinnen kann. (Bei so langen und komplexen Gedankenverkettungen kommt der Wollmops fast schon ins Schleudern ...)

Fünftens: Dieses Jahr rechtzeitig für Frühjahr und Sommer stricken. Nicht erst, wenn beides schon da ist und die Leute schon für Herbst und Winter einkaufen möchten.

Sechstens: sicher noch so einiges an speziellen Strickideen, aber, Leute, dafür hab ich nun grad so gar keinen Kopf, Ihr wisst ja, wie laut ein Spinnrad schnurren kann, und so ein Lärm ist einfach wahnsinnig ablenkend ... äh, was wollte ich grade sagen?

Montag, 29. Dezember 2008

Mal wieder manisch ...



Jetzt bloß keine Panik! Bloß die Ruhe bewahren und immer eins nach dem anderen!

Ja, leicht gesagt. Aber was machst du, wenn du so viele Ideen im Kopf hast, dass du mit Aufschreiben gar nicht mehr nachkommst? Klar: trotzdem so schnell wie möglich notieren und als Vorrat für später anlegen, wenn mal wieder alle Ideen fehlen und du mit hängendem Kiefer dein Wollregal anstierst.
Dennoch, gestern hab ich irgendwie ein ... enges Gefühl im Kopf gekriegt, als ob sich da im Schneeballsystem was vervielfältigen und alles immer voller würde. (Wer Harry Potter liest, denke einfach an die Schatzkammer der Lestranges, wo sich bei Berührung alles zigfach vermehrt. Puh!)

Entgegen der einen oder anderen Vermutung ist das hier keine schlecht verborgene Art der Prahlerei. Manchmal habe ich viele Ideen, manchmal eben gar keine. Kenn ich alles. Aber manchmal, so wie gestern, wird’s mir echt ein bisschen unheimlich. Ich guckte am Abend noch einen schwedischen Krimi, und da brachen bei mir plötzlich sämtliche Dämme. Gerne hätte ich mich damit getröstet, dass ich wahrscheinlich in 'nem früheren Leben Schwedin war, aber leider glaube ich nicht dran. Pech, in dem Fall.
Glücklicherweise trifft in Kürze wenigstens ein größerer Farbkasten mit 72 Stiften bei mir ein, damit ich alles noch präziser aufzeichnen kann. Schon wird's in meinem ersten Ideenbuch allmählich knapp mit dem Platz, das nächste Skizzenbuch liegt schon bereit.

Ja, es liegt schon bereit. Bloß dass nach manischen Phasen wie diesen meist die mit dem hängenden Kiefer folgen. Na, mal sehen, jetzt werde ich mich erst mal ganz vorsichtig meinem Ideenbuch nähern und schauen, was mir da alles für Garne eingefallen sind. Und was davon ich als Erstes anpacken werde.

Ach Moment, da fällt mir doch ein, heute beim Spazierengehen war da diese Hecke mit efeuartigem Bewuchs, über der vertrocknete Blütenstände schwebten ... Könnte man das nicht irgendwie in ein Garn oder eine Strickerei umsetzen ...? Freude schöner Götterfunken – schon geht’s wieder los!

Samstag, 20. Dezember 2008

Gargh Yarn




Und heute berichten wir live aus der Wollmops-Werkstatt von einer hitverdächtigen Neuerung im Garnbereich, die in Kürze die ganze Welt erschüttern wird: Gargh Yarn!
Damit auch Sie in den Genuss der einzigartigen Herstellungsformel (freeware) kommen, hier eine Anleitung zum Selbermachen.

Nehmen Sie rosa Kammzug und verspinnen Sie ihn zu einem relativ gleichmäßigen Faden. Tipp: Lassen Sie gelegentlich fliederfarbenen Kammzug miteinfließen, um die Wirkung zu steigern!
Versuchen Sie dann, Ihren rosa Faden mit einem weißen ThickThinYarn zu verzwirnen. Der Effekt wird Sie in die Knie zwingen: Sie haben Ihr erstes Gargh Yarn gesponnen! Eine weiß-rosa Scheußlichkeit, die Ihnen sowie all Ihren Freunden sofort die Tränen in die Augen treibt. Und das schon nach einsekündiger Betrachtung!

Versäumen Sie nicht den neusten Trend – spinnen auch Sie ein Gargh Yarn!
Zu unerwünschten Nebenwirkungen (unterdrücktes Würgen – häufig, Axthiebe auf das Spinnrad – gelegentlich, Auswandern nach Kanada – selten) und Wechselwirkungen mit Kardiermaschinen fragen Sie bitte Ihren Woll- oder Spinnradhändler.

Wir wünschen Ihnen jedenfalls viel Erfolg!

Dienstag, 16. Dezember 2008

Traveller und die ersten Garne

Oh Leute, heute muss der Wollmops schon wieder jubeln! Schaut nur, meine ersten richtigen Garne!!

Diese Bilder zeigt meine erste Verzwirnung auf meinem Traveller, bestehend aus zwei Garnen, die ich im Frühjahr auf der Handspindel gesponnen und dann an meinem ersten Färbe-Wochenende im Frühsommer gefärbt hatte.
Und im Folgenden seht Ihr meinen ganzen Stolz (auch wenn ich in 5 Jahren drüber lächeln werde): mein erstes ArtYarn!!! Von dem obigen Garn war auf einem Knäuel noch was übrig, das hab ich kurzerhand mit meinem ersten DickDünnGarn vom Traveller verzwirnt (und mich dabei an „Intertwined“ zu orientieren versucht) – und das war gar nicht leicht! Trotzdem hab ich's irgendwie geschafft und werde wahrscheinlich ein Stirnband draus machen. Sollte sich grade so ausgehen, sind nämlich nur 37 fluffige Gramm. Aber auch das finde ich gar nicht schlecht, war das doch erst mal ein Versuchsballon.










Eins steht fest, wenn ich nicht arbeiten müsste, würd ich glatt den ganzen Tag spinnen. Aber nicht mehr lang, dann geht das ja: in meinem Weihnachtsurlaub.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Schluss mit Warten!

Schluss mit Warten, denn es ist da: mein Ashford Traveller.
Und es ist nicht nur da. Es ist bereits gewachst, zusammengebaut und wird natürlich eifrig besponnen. Und es ist, wie nicht anders zu erwarten, wunderbar!!

Der Doppeltritt geht mir vom Fuß, als hätte ich nie einen Einfachtritt gewollt, und eine gewisse Gleichmäßigkeit hat sich beim Treten auch schon eingestellt. Ich habe mich an einem gleichmäßigen dünnen Faden versucht, ein DickDünnGarn in Weiß ausprobiert und sitze jetzt an einem unregelmäßigen Faden aus einer meiner Kammzugfärbungen. Stundenlang könnte ich einfach nur sitzen und sanft vor mich hinpedalen, während meine Augen den faszinierenden Prozess verfolgen, der dafür sorgt, dass aus Fasern ein Faden wird.

Und jetzt muss ich aufhören zu schreiben und noch was spinnen gehen ...

Dienstag, 9. Dezember 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 50/2008


Und heute interessiert sich das Wollschaf dafür:

Eine Frage für diejenigen, die schon vor den Zeiten des Internets gestrickt haben: Früher war Stricken etwas in der Familie oder im Freundeskreis. Durch das Internet ergaben sich ganz neue Möglichkeiten. Welche Möglichkeiten nutzt ihr und wie hat sich euer Strickverhalten dadurch geändert?

Herzlichen Dank an
Susanne für die heutige Frage!
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Der Wollmops hat die Gedächtnissynapsen angezapft und meint dazu:
Als Erstes fallen mir da die Einkaufsmöglichkeiten ein. Ich liebe es, im Internet Wolle zu bestellen, die ich sonst nirgendwo bekommen würde. Oder Kammzüge, die ich sonst womöglich mühsam und Flickerl für Flickerl bei Kunst & Spiel aus Märchenwolle zusammenstückeln müsste. Von mancher Wolle habe ich auch erst über das Internet erfahren, dass es sie gibt: Rowan, Bliss, Noro, von den wirklich ausgefallenen gar nicht zu reden.

Was mir noch viel wichtiger ist: die regional übergreifende Strick- und Spinncommunity. Früher habe ich nämlich meine wenigen Strickobjekte nicht im Freundeskreis angefertigt – ich hatte nur ganz ganz wenige Freunde –, sondern einsam im stillen Kämmerlein. Obwohl ich heute viele Menschen kenne, die ich mag und die mich mögen, bin ich immer noch gerne allein ... aber habe jetzt die Möglichkeit, mich mit der Welt übers Stricken auszutauschen. Von mir völlig Unbekannten die tollsten Dinge zu lernen, ihnen Komplimente über ihre herrlichen Ideen und Produkte zu machen und mich aufgehoben zu fühlen. Einerseits für mich und doch verbunden zu sein.
Die Sachen, die ich selber mache, werden dank Internet natürlich auch von viel mehr Leuten gesehen als vorher. Gerade wir BloggerInnen profitieren von den gegenseitigen Streicheleinheiten aufs Angenehmste.

Dawanda ist ja auch Teil des Internets und hat mein Strickverhalten genau wie der Wollmops-Blog beeinflusst: Ich kann endlich einen Haufen kleine Strickstücke entwerfen, und langweile mich nie, da ich alles, was ich weitergeben möchte, irgendwann in freundliche Hände loswerde und so immer weiter entwerfen und stricken kann. Selber könnte ich das alles nämlich nie tragen, und egal, wie viele Freundinnen ich habe, nicht jede will jedes Jahr eine Mütze oder Stulpen von geschenkt kriegen.

Ja, der Wollmops liebt das Internet und seine Möglichkeiten. Darum auch von mir danke für diese kluge Frage!

Montag, 8. Dezember 2008

Nadelbruch



Da sitze ich so am Küchentisch, ins Gespräch mit Alfons vertieft, er macht mich auf etwas draußen vor dem Fenster aufmerksam, ich gucke neugierig raus, will auf die nächste Nadel im Nadelspiel wechseln und ... bruch! Ab ist der Bambusstick. Gegen den Tisch geknackt und sauber in zwei Hälften gespalten.

Glücklicherweise ist man als Wollmops gut ausgerüstet und auf (fast) alle Fährnisse vorbereitet. Eine kleinere Suchaktion förderte neue Drei-Komma-Fünfer in Metall zutage, damit die neuen Stulpen für die Großtante noch rechtzeitig vor Weihnachten fertig werden.
Bei der Übergabe der Stulpen „Zwilling“ an meine Tante letztes Wochenende schlugen die Wellen der Begeisterung in der Familienrunde hoch, und meine Großtante sprach sofort einen präzisen Weihnachtswunsch aus.

Gewünscht – gestrickt, da lässt sich der Wollmops natürlich nicht lumpen. Diesmal hab ich statt reiner Seide die etwas dünnere Tusshena in superzartrosa und altrosa gewählt. Denn meine Großtante möchte die edlen Armschoner gediegen zum Lesen im Bett tragen, wo die Nachthemdsärmel immer ein bisschen zu kurz sind. Und ich stelle mir eben vor, dass zum einen der Mohairanteil für einen noch höheren Kuschelfaktor sorgt und zum anderen die etwas dünnere Struktur besser geeignet, da biegsamer und noch anschmiegsamer als das dickere Seidengarn ist.

Na, mal sehen, ob Großtante Hildchen das auch so empfindet. Jetzt wird erst mal fleißig gestrickt ...

Freitag, 5. Dezember 2008

Zwillings-Zwischenspiel



Was tut der Wollmops, während er auf sein Spinnrad wartet? Stricken natürlich. Diese Stulpen "Zwilling" aus reiner dicker Maulbeerseide (Bezug von Wolland) in silbrigem Creme und einer Art dunklem Wasserton sind für meine wollallergische Tante bestimmt – die hier glücklicherweise nicht täglich mitliest.

Ich finde sie wunderschön: diese Farben und der satte Glanz des fetten Seidenfadens. Dazu passt das simple Muster nicht schlecht – die linke Übergangsreihe in der Mitte ist Absicht und erinnert mich ein bisschen an Perlen.

Äh – aber wieso überhaupt „auf sein Spinnrad wartet“? Tja!
Meine Freundin Monika und ich haben uns endlich entschieden. Sie sich für ein Tom, ich mich für ein Traveller. Monika spitzt anders als ich nicht unbedingt auf Art Yarn, drum konnte sie sich das Tom rauspicken. Hätt ich ja auch gern gemacht: das Tom Deluxe gefällt mir persönlich unglaublich gut. Aber da fehlt mir einfach die Aufrüstbarkeit. Zu schade!
So hab ich mich halt jetzt aufs Traveller verlegt, wo man von Turbo bis Jumbo bekanntermaßen alles andocken kann.

Ria von der FaseRia hat uns letzten Donnerstag Tür und Tor zu einem Probespinnnachmittag geöffnet. Liebe Ria, ganz herzlichen Dank noch mal – es war einfach eine Wucht und total lieb von Dir!
So saßen wir also zwischen Flauschehund und Wirbelwindkater zum ersten Mal an einem Doppeltritt – und stellten fest, dass wir viel besser damit zurechtkommen als befürchtet! Bis zu diesem Moment hatte ich, schon ganz aufs Traveller fixiert, ja damit gehadert, dass es das nur noch als Doppler gibt. Da haben mich die Stunden bei Ria wirklich extrem erleichtert. Doppeltritt macht Spaß! An einem traditional-ähnlichen Spinnrad hingegen war ich nicht so glücklich – irgendwie wollte mein Körper da nicht so richtig ranpassen. Auch das Louet mit seinem wuchtigen Schwung, der einerseits beeindruckend und weich, andererseits so schwer zu bremsen ist (für Designergarne nicht so günstig) war nicht so ganz mein Fall.

Also bete ich jetzt, dass die Lieferung aus Neuseeland noch rechtzeitig bei Traub eintrifft. Denn der Wollmops braucht das Spinnrad unbedingt zu seinem Weihnachtsurlaub – nach einem schwierigen Jahr die totale Entspannung.
Monika meinte: Na, wart’s ab, wahrscheinlich bringt dich das Spinnenlernen dann erst mal auf 180.
Mag sein. Aber lieber mit Spinnrad auf 180, also ohne auf Null. Findet Euer Wollmops.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 49/2008


Heute schickt das Wollschaf folgende Frage aus:

Hallo Wollschaf,
Mich würde interessieren, was das anspruchsvollste war, das jemand bisher gestrickt hat. Ob es Socken sind, ein Spüli oder ein mehrfarbiger Fair-Isle Pullover oder etwas ganz anderes.
Herzlichen Dank an Thomas für die heutige Frage!

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Der Wollmops hat überlegt und bellt dazu:
Gleich als Erstes fallen mir dazu die Stulpen ein, über die ich – ups – genau heute vor einem Jahr gebloggt habe, mit einem zig-mal gekreuzten Zopfmuster auf der Oberseite. So viele Verkreuzungen hatte ich bis dahin kaum erlebt. Wobei ... da denke ich doch gleich an die Mütze, mein erstes Zopfwerk überhaupt (übrigens, Kirsten, wie schon in meinem Kommentar zu Deinem Kommentar geschrieben, bitte melde Dich, wenn Du die Anleitung möchtest, ich hab keine Kontaktdaten von Dir). Die war WIRKLICH kompliziert. Und mit Fehlern in der Anleitung. Ich seh mich noch heute mit vor Anstrengung verkniffenem Gesicht tief über die Nadeln gebeugt in der Fensternische von Schloss Arnsberg hocken, wo ich damals gerade mit Monika war, und hör mich noch sagen: Warte, ich muss mich mal konzentrieren! Worauf wir beide angesichts der komplizierten Mützenverstrickungen ehrfurchtsvoll verstummten.

Eine andere Art von Anspruch stellen die Sachen nach meinen eigenen Entwürfen dar, wenn ich sie soundso oft wieder auftrenne und neu anpacke. Da ist halt dann auch Geduld gefordert. Und davon hab ich mal mehr, mal weniger.

Meine Fair-Isle-Versuche ... Na ja. Die haben solche Ansprüche gestellt und sind deshalb immer wieder mit Karacho in der Ecke gelandet, dass ich nie weit genug gediehen bin, um sie jetzt hier mitrechnen zu können.

Da stehen mir also noch ein paar Herausforderungen bevor. Gut so, findet der Wollmops.

Sonntag, 23. November 2008

Umgefragt: Was wird von StrickerInnen noch gehandarbeitet?




Doch, doch, die Verbform stimmt schon: gehandarbeitet. Als Lektorin hab ich meinen Online-Duden ja immer griffbereit und für alle Fälle noch mal nachgeschaut. Und gehandarbeitet ist tatsächlich das Perfekt von handarbeiten – und wird seitens Duden fein von handgearbeitet unterschieden.

Bei unseren Produkten läuft das zuletzt natürlich aufs Selbe raus. Wir handarbeiten, um am Schluss handgearbeitetes Gehandarbeitetes in Händen zu haben.
Die Frage war – vor langer Zeit gestellt und von 52 Leuten beantwortet –, was genau unsere Hände außer Stricken in Atem hält.

Also, zuallererst ist das mal das Nähen. Ganze 63 Prozent bekennen sich dazu. Dicht gefolgt wird es von Häkeln (50 Prozent). Schon rund 20 Prozent weniger sind’s noch beim Filzen; und – also wirklich, Leute – nur noch 34 Prozent beim Spinnen. Bei beiden hatte ich mir einiges mehr erwartet, kommt’s mir doch manchmal so vor, als würde jede zweite Strickerin filzen oder spinnen. Oder beides.
StickerInnen sind jedenfalls nur noch 28 Prozent unter uns – leicht übertroffen von den 30 Prozent, die gerne Wolle färben.
Toll fand ich, dass neben Weben (7 Prozent) immerhin gleich viele auf „Occhi/Klöppeln“ geklickt haben. Mit dem Gedanken ans Klöppeln hab ich als junges Mädchen immer wieder mal gespielt. Genau wie mit dem ans Teppichknüpfen. Aber für Letzteres hat sich bei dieser Umfrage absolut niemand entschieden. Schade. Immerhin stellen 5 Prozent gerne Kuscheltiere her.

Der Wollmops ist abgesehen vom Stricken ein entschiedener Spinner. Auch wenn das im Moment ehrlich gesagt etwas brachliegt. Denn vor lauter Versuchen, mich für ein Spinnrad zu entscheiden, rühr ich die Handspindel nicht an. Zu sehr sehne ich mich nach meinem ersten richtigen Spinnrad – und diese Woche geht’s zu einer Münchner Spinnerin zum Ausprobieren. Zusammen übrigens mit meiner Freundin Monika, die bei der Umfrage sicher mindestens Filzen und Spinnen ausgewählt hat.
Auch ich hatte schon gaaanz tolle Filzdesigns entworfen. Bis ich’s dann zum ersten Mal probiert – und mich nur gelangweilt habe. Peinlich, peinlich. Da hatte ich mich so drauf gefreut, und dann entpuppe ich mich als Filznulpe. Na, man kann nicht alles haben. Oder mögen. Oder machen. Immerhin färbe ich schrecklich gern Wolle und werfe ab und zu eine Häkelnadel oder die Nähmaschine an. Das muss dann auch mal genügen.

Dienstag, 18. November 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 47/2008


Das Wollschaf will's mal wieder wissen:

Jeder hat ja so seine Vorlieben und Abneigungen beim Material. Was für Garne magst oder kannst Du überhaupt nicht verstricken, sei es von der Zusammensetzung, der Dicke oder der Struktur her?
Warum?
Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage!

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Der Wollmops hat sich durch seine Wollvorräte gegrübelt und meint:
Auch wenn ich mich dunkel zu erinnern meine, dass so eine ähnliche Frage schon mal gestellt wurde, finde ich sie doch immer wieder spannend.

Für mich geht nur in Ausnahmefällen oder gar nicht: Vollsynthetik. Das eine oder andere Puschelkuschel hab ich wohl noch im Stash rumfliegen, aber insgesamt konzentriere ich mich in letzter Zeit auf astreine Naturmaterialien. Nicht aus moralischen Gründen, sondern in erster Linie wegen meiner Sachen für Dawanda. Da hatte ich ja gleich zu Anfang beschlossen, nur Seide, Merino, Alpaka und was sonst noch auf und unter Viechern wächst, zu verwenden, um meine Sachen eindeutig zu positionieren. (Ähm, tschuldigung, kleiner Ausrutscher in den Werbesprech.) Außerdem bin ich fürchterlich empfindlich auf statische Elektrizität. Neben Steckdosen schlafe ich wunderbar, aber auch nur ein bisschen Strom auf meiner Haut schockt mich jedes Mal total. Und das kann einem beim Umgang mit Synthetiks einfach leichter passieren als bei Wolle oder Seide.
Außerdem finde ich immer wieder, dass Letztere und Verwandte sich meist einfach wundervoll anfühlen. Wenn mir dieses weiche Garn durch die Hände gleitet, ist das wie Streicheleinheiten für die Pfötchen ...

Was ich auch mal ziemlich schrecklich zu verstricken fand, war so ein ziemlich vertrackt zusammengesetztes Bändchengarn, das sich im Würgestrick um die Nadeln zusammenzog, sodass jede Bewegung zur Qual wurde. Mag auch an den Nadeln gelegen haben, ich hab’s jedenfalls aufgegeben.

Ansonsten lasse ich mich auf Dochtgarne ebenso gern ein wie auf Verzwirntes, auf dicke Brummer ebenso wie auf zartes Geflicker, auf Industrie wie auf Selbstgewirktes. Ihr wisst ja, der Wollmops probiert immer gern was aus!

Donnerstag, 13. November 2008

She's back!










Glücklicherweise ist es mit dem Bloggen so ähnlich wie mit dem Schwimmen: Du verlernst es nicht so schnell. Andererseits ist es mit dem Bloggen so ähnlich wie mit dem Schwimmen: Kaum machst du es ein paar Wochen nicht mehr, verkümmern deine Muskeln. Deine Bloggermuskeln.

Aber manchmal, das sei hier öffentlich gebeichtet, wird mir einfach alles zu viel. Und dann verkrieche ich mich in meine Mopshütte und versuche einfach, den Ball flach und die Nase über Wasser zu halten. Vielleicht kennt Ihr so was ja.Vielleicht auch nicht.
Allen, die trotz meines langen Schweigens immer wieder vorbeigeschaut haben, ein ganz liebes Dankeschön! Ich hoffe, das letzte Tal liegt jetzt erst mal wieder hinter mir. Denn auf jeden Fall liegt ein Riesenberg an Berichtenswertem vor mir!

Am besten fange ich mit dem jüngsten Ereignis an: Vergangenes Wochenende, als mein Mann glücklich auf einem seiner Musikfestivals im österreichischen Wells weilte, habe ich mal wieder gefärbt – sicher das letzte Mal in diesem Jahr.

Im Gegensatz zu meinen ersten Färbeexperimenten mit Kool Aid im Frühling habe ich die Sache jetzt schon einen Tick ernsthafter angepackt. Auf dem Benediktbeurer Textilmarkt hatte ich bei Annette eine Grundausstattung Colortex gekauft – und kurz vor dem Wochenende noch mal etwas aufgerüstet. Beides eine sehr gute Entscheidung, wie ich finde. Die Farben sind wundervoll. Natürlich viel besser abzumessen und im Ergebnis kalkulierbarer als Kool Aid.
Nicht, dass es nicht ständig Überraschungen gab. Aber es war ein guter Mix aus spontanen Kreationen und Zielverfolgung. Zum Beispiel wollte ich einiges in Taubenblau-Tönen färben; auch Wollen, in denen mehrere Grüntöne vorkommen, und beides ist mir gelungen. Der einzelne Strang im Foto ist praktisch meine persönliche Lieblingsfärbung.

Jetzt überlege ich, was ich mit diesen herrlichen Farben alles anstellen werde. Und sehe Mützen vor mir, Stulpen, und so dies und das für Dawanda ...

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Herbst. Zeit.






Zeit. Zurzeit wache ich mal wieder eine Stunde zu früh auf und kann nicht wieder einschlafen. Kaum halb ins Bewusstsein gerutscht, springe ich schon auf das Karussell in meinem Kopf: Was muss ich heute machen und was morgen, was darf ich nicht vergessen und habs noch nicht notiert, bis wann schaffe ich was?

Schon vor Wien rannte mir die Zeit davon. Und nach dem Urlaub wurde es nicht besser. Die Bücher, die auf mein Lektorat warten, sitzen mir im Nacken und flüstern mir ihre Sätze ins Ohr. Vor mir kauern die Deadlines mit bösen, tintenroten Blicken.

Eigentlich möchte ich drei neue Sachen bei Dawanda einstellen. Eigentlich möchte ich bloggen: über die neuen japanischen Strickbücher, die letzte Umfrage, den Benediktbeurer Textilmarkt und die Begegnung mit Wollmeise, über meine ersten Erfahrungen mit Malabrigo-Wolle. Und über meinen ganzen Stolz – mein neues winterliches Mützendesign.

Von Sachen wie Putzen, Staubsaugen, Blumenherrichten, Mailsbeantworten, Tagebuchschreiben, Neuebrillebesorgen, Scheinwerferfürfotoskaufen und so weiter ganz abgesehen. Obendrein geht nächste Woche meine große Zahnbehandlung los, mit Altekronenrunter und Neuekronendrauf. Ein herrliches Herbstvergnügen.

Das Einzige, was ich trotz allem schaffe, ist Stricken. Und darüber bin ich sehr froh. Stricken malt mir Ruheinseln in den Zeitstrom, und ich betreibe Inselhopping, von Abend zu Abend, von Mittagspause zu Mittagspause. Und wenn ich dann da so auf meinem Eiland sitze, merke ich, dass alles gar nicht so schlimm ist, wie es mir in den frühen Morgenstunden scheinen will.

Tatsächlich hat ein Kunde seinen Eilauftrag in gegenseitigem Einvernehmen zurückgezogen. Und auf einmal habe ich drei Tage weniger Stress. Mein anderer laufender Auftrag entspannt sich wie ein zu stark gedehnter Gummi und lässt mir wieder Luft zum Atmen. Und zum Bloggen.
Montag, habe ich mir vorgenommen, lege ich mit meinem Mann einen kleinen zusätzlichen Pausentag ein. Wir werden ein bisschen spazieren gehen, viel reden, und ich werde sicher eine Menge stricken.

Dienstag, 30. September 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 40/2008


Heute konfrontiert uns das Wollschaf mit folgendem Ansinnen:
In der Interweave Knits vom Winter gab es einen Artikel, der sich mit der Frage beschäftigt, ob (und warum) mache StrickerInnen eher prozess- und andere eher produktorientiert stricken. Das würde mich auch interessieren. Ist für Euch der Prozess des Strickens oder das fertige Produkt entscheidend?


Herzlichen Dank an Wassilissa für die heutige Frage!


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Eine tolle Frage, findet der Wollmops und bedauert mal wieder, dass er die Interweave nicht abonniert hat. Nach einigem Überlegen meint er dazu:

Es ist einfach eine wunderbare Mischung.

Am Anfang steht für mich das Projekt, eine fremde oder eigene Idee, die mich reizt. Dann beginnt der Prozess, der bei eigenen Sachen schon mal etwas haarig starten kann, wenn ich immer wieder auftrennen muss.
Wie auch in meinem Beruf als Lektorin gibt’s dann Stellen, die mich ein bisschen langweilen oder ärgern, wo es irgendwie hakt und ich ums Verrecken nicht weiterkomme. Aber die meiste Zeit hab ich was davon, und zwar nicht wenig: Ich entspanne mich beim Anblick der herrlichen Farben, die durch meine Hände gleiten, staune über das Maschenbild, schließe die Augen und fühle die Beschaffenheit der Wolle. Ich genieße es sehr, wenn ich knifflige Stellen gemeistert habe oder wenn ein Muster noch schöner aussieht, als ich dachte, oder ich wieder mal was dazugelernt habe.

Und dann irgendwann ist das Stück fertig, oft kann ich es kaum glauben, fast immer gefällt es mir, stolz zeige ich es her, probiere es an, betrachte es mir von allen Seiten. Wenn es zum Verkaufen gemacht ist, drapiere und fotografiere ich es, bereite Bilder und Text zu und stelle es schließlich ein. Das alles macht mir unglaublich Spaß.

Aber egal, ob ich fertige Sachen nun selber trage, verschenke oder verkaufe, nach dem Fertigmachen freue ich mich schon aufs nächste Teil. Aufs Entwerfen, Wolle-Raussuchen, Mustersuchen oder –entwickeln, und auf das Stricken selbst. Und ich finde es herrlich, das immer und immer wieder tun zu können.

Da sagt mal selbst: Wie soll man sich da entscheiden, was einem am besten gefällt? Für den Wollmops kann’s wieder mal nur eine Antwort geben: Gar nicht.

Freitag, 26. September 2008

Wiener Wahnsinn



Wien ... schon seit Dienstagabend vor einer Woche sind wir wieder zurück, und ich wollte Euch längst berichten – aber man kommt ja zu nix. Außer zu einem Haufen Arbeit und grade mal so zur Dienstagsfrage.
Und natürlich zum Textilmarkt in Benediktbeuern. Aber dazu später.

Jetzt als Erstes gleich die große Beichte: Ich war nicht (ich wiederhole: nicht) im Spinnradladen. Ja, tatsächlich. Ich hatte nämlich mein Handy zu Hause vergessen und wusste nur noch, dass der Showroom irgendwo in Florisdorf liegen soll und dass man sich vorher ankündigen muss, wenn man was sehen will. Gut, ich will nicht lange drumrum reden: Ich hab mir keine Telefonzelle gesucht und bin nicht nach Florisdorf rausgefahren – denn wir hatten auch so genug zu tun. Wir sind durch die Schönbrunner Gärten spaziert, haben von Gloriette und Riesenrad Blicke auf ganz Wien samt Wienerwald geworfen und uns die Stadt von unten aus den Kanälen angesehen, haben uns im Praterpark und auf dem Zentralfriedhof herumgetrieben, sind mit der Trambahn durch ganz Wien kutschiert, im Volks- und Burggarten herumgewandert und und und. Außerdem hab ich am letzten Tag noch einen kleinen Kaufrausch eingelegt und war im Buchladen, im Kaufhaus Schiepek und – wenigstens was – im Wollladen.
Dieser Wollladen ist wirklich klein. Er ist sehr klein. Er ist eigentlich zu klein. Zu klein, um all die wunderschöne Wolle zu beherbergen, die er anbietet. Trotz des verlockenden Angebots habe ich mich extrem zurückgehalten und nur drei Knäuel mitgenommen.

Es war eine herrliche Woche, die mir einen unglaublichen Energieschub verpasst hat. Den konnte ich im Anschluss dann auch gut gebrauchen, siehe oben. Und ich zehre immer noch davon.
Apropos zehren: Wir waren natürlich auch dauernd lecker essen. Fatal für die Figur, vor allem, wenn man das ausgerechnet in Wien tut. Palatschinken und Landtmanns Torten waren das Schlimmste, glaub ich. Jetzt kann ich erst mal zusehen, dass ich mich vor Weihnachten wieder etwas zurückfahre, bevor hier die Plätzchensaison losgeht ...
Naa, naa, ma hods scho ned läichd.

Dienstag, 23. September 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 39/2008


Das Wollschaf erkundigt sich heute:

Welche alte, ausgelaufene Lieblingswolle würdest Du gerne wieder auflegen lassen und warum? Welche/s Lieblingsteil/e hast Du damals damit gestrickt?
Herzlichen Dank an den Wollmops für die heutige Frage!

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Hoppsa, denkt sich der Wollmops, schon wieder ich! Mit einer Frage, die ihm einst unter den Mopskrallen brannte, und auf die er heute nach einigem Gedankenwälzen nur sagen kann:

Als vergangene Wolle fällt mir die Caldo von Lana Grossa ein. Aus der gemusterten hab ich mal für meine liebe Freundin Maria und für mich je einen tollen fetten Schal gestrickt. In Uni geistert sie noch hier und da herum, wird aber bekanntermaßen nicht mehr aufgelegt. Toll fand ich ihre Dicke, die für mich als Strickanfängerin damals genial war.

Heute bete ich eher mit gefalteten Mopsohren darum, dass Wollen wie Kid-Seta oder Mohair Luxe niemals ausgehen mögen, dass die Wollmeise mein Leben lang produzieren möge und Malabrigo nie aufhören soll, diese herrlichen Regenbogenschmeichler herzustellen.
Andererseits: Was kommt, das kommt. Loslassen, predigen die weisen Menschen kleinen Mopsohren wie den meinen, also werde ich loslassen, wenn es so weit ist. Denn wenn die Zeit kommt, kommt auch immer was Neues nach.

Sonntag, 7. September 2008

Ab nach Wien!


Spinnräder und Schokomuseum, Wollladen, Kanaltour und Lainzer Tiergarten, einmal rund ums Riesenrad gegondelt und quer durch den Zentralfriedhof geschlendert ... das erwartet uns ab Dienstag!

Ja, wir fahren nach Wien, und wir freuen uns schon drauf! Mal sehen, was wir alles schaffen. Am liebsten machen wir nämlich eine schöne große Liste, auf der alle Wünsche Platz finden, und entscheiden uns dann ganz spontan, was passieren soll. Natürlich gibt es ein paar Unverzichtbarkeiten wie den Spinnradladen. Mensch, bin ich schon gespannt!!

Praktisch gleich nach Wien findet in Benediktbeuern hier im südlichen Bayern ein toller Textilmarkt statt. Weil ich erst kurz davor zurückkehre, kündige ich das jetzt schon mal an. Ich werde auf jeden Fall versuchen, am Samstag dort zu sein. Denn unter anderem bietet sich dort die Gelegenheit, die Wollmeise zu treffen, von der mir vor wenigen Tagen ein 300-g-Lacegarn-Strang ins Haus gefallen ist, weich und dick und schwer. Ein paarmal hab ich ihn schon einfach so um den Hals getragen und das fantastische Gefühl genossen. Vielleicht gibt’s ja davon bald schon mehr ...

Aber jetzt heißt's erst mal: Ab nach Wien!
Damit Euch nicht langweilig wird, hab ich noch schnell die neuste Umfrage reingestellt. Also macht keinen Blödsinn, solange ich weg bin, und schwingt fleißig Eure Nadeln!
Euer frecher Wollmops

Ab jetzt bei Wollmops: Kohlefaser!


Nein, dies ist keine Faser zum Stricken! Ganz so technokratisch mopst es sich hier noch nicht. Vielmehr hab ich mir aufmerksam Arlenes Stäbchenempfehlungen zum Spannen von Lace zu Gemüte geführt und daraufhin nach dem Passenden gesucht.

Geworden sind es 2 Stäbe mit 150 cm Länge und 2 zu je 100 cm Länge. Kam mir irgendwie sinnvoll vor. Außerdem kam es mir sinnvoll vor, nicht kreuz und quer in München rumzueiern, sondern im Internet zu bestellen, und zwar hier.

Mit Fiberglas wollte ich gar nicht erst anfangen, Preise hin oder her. Ich kenn mich schon und weiß, dass ich lieber einen Euro mehr ausgebe pro Stab, als dass ich hinterher mit ausfransenden Enden kämpfe. Und solange es wirklich nur um einzelne Euronen geht ...

Jetzt bin ich schon gespannt wie ein Flitze..., nein, wie ein Kohlefaserbogen, und warte auf die Gelegenheit, die zierlichen Teile erstmals zum Einsatz zu bringen.

Übrigens: Das nur zur Dekoration unscharf auf die Kohlefaser gespießte Objekt ist eine meiner neuen Stulpen aus Malabrigo-Laceyarn, Farbe Polar Morn. Bericht folgt!

Mittwoch, 3. September 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 36/2008


Das unerschrockene
Wollschaf heischt diesmal um Antwort für Folgendes:
Bringt ihr eher mehr unverstrickte Wolle aus dem Urlaub heim als ihr mitgenommen habt, oder weniger?
Herzlichen Dank an
Christiane für die heutige Frage!

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Der Wollmops grinst ertappt bei dieser klugen Frage und sagt dazu:
Wenn ich in ein paar Tagen für eine Woche nach Wien fahre, werde ich vermutlich in das hochgelobte Wollgeschäft in der Josefstädterstraße gehen. Wo es Rowan, Bliss und andere quasi live zu bestaunen gibt. Und was das bedeutet, kann sich jede selber ausmalen.

Als ich vor 11 Jahren mit einer Freundin zum ersten Mal in Wien war, sind wir, glaube ich, rein zufällig genau in dieses Wollgeschäft geraten. Ich habe mir den damals unerhörten Luxus geleistet und mir Chenillewolle in Blaugrüntönen gegönnt. Der daraus gehäkelte (!) Filetschal (!) hängt noch immer in meinem Schrank. (Viel hab ich ja damals nicht gehandarbeitet, aber dafür hat's dann doch gereicht.)

In anderen Urlauben ist es eher umgekehrt. Kein Wunder, auf Amrum und in der Steiermark, wo wir uns bisher immer rumgetrieben haben, sitzt einfach nicht hinter jeder Düne bzw. jedem Berg ein toller Wollladen.
Drum bin ich jetzt schon sehr gespannt auf Wien – mal sehen, was sich an Wolligem da noch alles entdecken lässt.

Dienstag, 2. September 2008

Umgefragt: Stricken als Frauensache


Kann Stricken eigentlich peinlich sein?
Laut 7 Stimmen, die sich in der jüngsten Wollmops-Umfrage gemeldet haben, durchaus. Grund: Stricken wird auch heute noch als Frauensache verortet. Frauen, die sich nicht gern als "strickendes Weibchen" abqualifizieren lassen möchten, können da schon manchmal in Erklärungsnot geraten.

Oder auch nicht. Die mit 35 Stimmen stärkste Gruppe findet nichts dabei, in sich Elemente zu vereinen, die einerseits eher der Männer-, andererseits der Frauenrolle zugeschrieben werden.
Auch die 10 bekennenden Haushaltsfans fühlen sich nicht im Zwiespalt.

Anders als die eine Stimme, hinter der sich ein strickender Mann verbirgt. Der bekommt offenbar ab und zu durchaus Probleme mit seinen Nadeleien. Nicht per se, darf man vermuten, sondern mit dem Rest der Welt.

Der Wollmops findet sämtliche Seelenzustände der oben beschriebenen Art höchst verständlich. Selbst eigentlich eine Vertreterin der Computergames-und-Stricken-Fraktion, die auch im Zug und im Restaurant strickt, wenn die Finger was zu tun brauchen, habe ich mich doch am Anfang erst mal dazu durchringen müssen. Damals war mir echt peinlich, dass ich als fröhliche Rollenrebellin plötzlich etwas vertreten musste, das voll in die Rolle passt. Es war ziemlich interessant (und amüsant), mir selber dabei zuzuschauen, wie ich allmählich mit der ungewohnten Situation zurechtkam.

Aber Ihr wisst ja: der Wollmops lernt gern. Heute macht es mir Spaß, dort und zu dem Zeitpunkt zu stricken, wo und wann es mir eben gefällt, und wenn dabei noch ein kleiner Verblüffungsschauer durch eventuelles Publikum läuft, nehme ich das mit wölfischem Grinsen in Kauf.

Dienstag, 26. August 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 35/2008


Das Wollschaf grübelt über der Frage:
Ist es euch schon mal passiert, dass ihr ein Modell unbedingt stricken wolltet, weil ihr es so schön fandet und dann stellte sich heraus, dass es "in echt" deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb? Passform war grausig. Oder es wurde irgendwie anders als auf dem Bild....

Vielen Dank an
Angela für die heutige Frage!

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Der Wollmops hat sich so seine Gedanken gemacht und meint dazu:

Wie soll ich sagen – das passiert mir durchaus öfter.
Bei eigenen Kreationen: Als ich noch in meinem Atelier mit Papiermaché gearbeitet habe, konnte es in ziemliche Tüftelei ausarten, die Skizzen in die Tat umzusetzen, und heute beim Stricken ist es genauso. Das wird Euch anderen da draußen, die selber entwerfen, ja kaum anders gehen. Manche Sachen sind zu simpel, um was falsch zu machen; bei manchen macht es nichts aus oder übertrifft die gehabte Vorstellung eher angenehm; und bei manchen wird dann eben wütend wieder aufgetrennt.

Mit vorgegebenen Modellen ... na ja, nachdem der Wollmops kein Afghanischer Windhund ist, sieht das Ding hinterher zwangsläufig getragen immer anders aus als an den Zeitschriften-Bräuten. Glücklicherweise stört mich das nicht weiter. Und sooo viele dieser Modelle hab ich noch nicht nachgestrickt.

Ich finde es immer toll, wenn so richtig erfahrene Strickerinnen irgendwelche Modelle der eigenen Figur und den eigenen Wünschen anpassen können. Ganz so weit bin ich noch nicht. Aber ich arbeite dran.

Freitag, 22. August 2008

Hilfe!!



Ja, Hilfe, denn sie sind da – die wunderschönen Malabrigo-LaceGarne! Die Farben sind intensiv und strahlend, der Griff fast unglaubwürdig weich und schmeichelnd.

Gleich fahre ich in ein Probenwochenende mit meinen Sängern und –innen, drum zeig ich Euch die Pracht nur kurz. Auf mehr könnt Ihr Euch freuen, sobald meine fieberhafte Suche nach dem richtigen Projekt beendet ist, das sich dieser Wolle als würdig erweist.

Wenn sie sich genauso verstricken, wie sie sich anfühlen, werde ich meinem Hilferuf noch ein paar hinzufügen müssen – denn wie soll ich dann noch meiner Wollkauflust widerstehen??

Nun, sinniert der Wollmops, irgendwas wird sich zum Schutz des Geldbeutels wohl finden müssen – vielleicht eine undurchdringliche Dornenhecke, ein Meteoriteneinschlag, der die Nation in Atem hält, oder schlicht: kalter Nadelentzug.
Was anderes wird es kaum tun.

Donnerstag, 21. August 2008

Ich hab geträumt heut Nacht, von Lace geträumt heut Nacht ...


Zurzeit quillt mir dermaßen das Mopsherz über, dass ich ganz viel bloggen muss. Der jüngste Anlass: Als ich letztens bei Arlene rumgestöbert habe, bin ich nicht nur träumerisch in ihr wundervolles Lacemuster versunken, das sie so freundlich zur Verfügung stellt, sondern auch in den Regenbogen der Malabrigo-Garne, auf die sie verweist.

Mein lieber Mops, das ist echt eine Farbwelt, da gehen dir die Augen über! Bei Jürgen Weidner, der die Garne zusammen mit seiner Frau importiert, ist man mit Lacegarn-Wünschen wirklich gut aufgehoben, bieten sich hier doch über 100 handgefärbte Schattierungen an. Über 100?? Über 100. Wenn ich richtig gezählt habe in meiner Begeisterung.

Um ja nichts anbrennen zu lassen und für die japanischen Bücher vollauf gerüstet zu sein, habe ich die Augen zu schmalen Schlitzen verengt und ganz schnell ein paar bestellt. Dazu noch einige Musterproben, die man freundlicherweise zugeschickt bekommt, um das sinnliche Erlebnis schon mal vorab zu testen. Eine mehr als geschickte Maßnahme der Weidners, die KäuferInnen ihrer Wollen weich zu umgarnen!

Arlene hat ja neben Lace auch schon die Sockenwolle getestet, die, wie mir Herr Weidner gestern mitteilte, als einzige von den Malabrigos superwash ausgerüstet ist. In der Tat hat er meine diesbezügliche Frage so schnell beantwortet, dass ich es kaum glauben konnte. Ganz offensichtlich nehmen die beiden ihr offizielles Credo von der persönlichen Kundenbetreuung sehr ernst. Und schon das ist – noch bevor die Wollen eintreffen – wirklich schön zu erleben.

Der Mops wird berichten, wie die Sache vorangeht und wie die Wollen sich anfühlen – drum gilt wie immer: bleiben Sie dran!

Mittwoch, 20. August 2008

Ich hab's getan!!


Bin ich völlig verrückt geworden? Knallt dem Wollmops jetzt der Reihenzähler durch? Wird die Welt in Zukunft Wollmops-News aus der Zwangs- statt aus der Strickjacke empfangen?

Na, mal sehen, man weiß ja nie. Tichiro, Arlene und andere haben es immerhin schon vorgemacht, ohne bis heute Anzeichen von Geistesflucht zu zeigen – und wie sie hab ich es jetzt getan. Ich habe mir 2 japanische Strickbücher bestellt. WAHNSINN!!!

Ihr kennt doch diesen animierten Smiley, der z.B. im Yahoo Messenger rumgurkt: *Kopf-schüttel-und-entgeistert-glotz*. Genauso fühl ich mich gerade: Ich starre, von meinem eigenen, womöglich wahnhaften Wagemut verblüfft, mit offenem Mund in die Gegend.
In der ausgedehnten Zeit, die Yesasia fürs (kostenfreie!) Shipping benötigt, habe ich wenigstens noch die Muße, mich an den Gedanken zu gewöhnen.

Das Schlimmste (und damit Förderlichste) für meinen Bestellentschluss war, das muss ich ja sagen, das Verhalten meines Lebensgefährten. Anstatt mir sofort brüllend den Vogel zu zeigen, mir sämtliche Nadeln zu entreißen und drohend damit auf mich zu deuten, schlug er lapidar vor, er würde gerne mal bei seinem japanischen CD-Händler nachfragen, ob der mir nicht helfen kann.

Leute, ich meine, wie soll frau da reagieren? Sollte ich etwa rufen: "Was? Du befürwortest diesen Irrwitz auch noch? Na, dann mach ich's natürlich nicht!" ??
Blödsinn! Ich mach's natürlich doch. Also hab ich den CD-Händler erst mal für den Notfall beiseitegeschoben, stattdessen heute "japanische Strickbücher" gegoogelt und bin sofort als Erstes über Tichiros Eintrag gestolpert. Danach war praktisch alles klar.

Und in etwa einem Monat werde ich dann, so Yesasia will, hoffentlich berichten, wie mein Experiment weitergeht.

Ahem – Nachtrag zur Dienstagsfrage

Beim Lesen anderer Antworten zur letzten DI-Frage ist mir unvermeidlich aufgefallen, dass viele von Euch meinten, ums Lernen ginge es ihnen keineswegs primär, sondern wenn was Neues für ein Projekt erforderlich wäre, dann wird's halt gelernt.

Das kann ich komplett nachvollziehen und möchte nur noch eines sagen: Ich hoffe, keine/r von Euch hat es falsch aufgefasst, dass der Wollmops sich als "tumben Hund" sieht, wenn er nicht ständig neue Stricktechniken lernt. Das sollte ein Witz auf MEINE Kosten sein, keinesfalls wollte ich damit auf andere Leute anspielen, die sich vielleicht nicht auf jede neue Stricktechnik stürzen.
So was würde ich mir niemals anmaßen – und das meint der sonst so zu Witzen aufgelegte Wollmops tierisch ernst.

Mit behutsamen Grüßen
Euer Wollmops

Dienstag, 19. August 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 34/2008


Das Wollschaf hat wie immer eine Frage:
Wie wichtig ist es Dir, neue Stricktechniken zu erlernen? Welche Stricktechnik hast Du Dir zuletzt angeeignet?
Herzlichen Dank an Jinx für die heutige Frage!

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Ohhh, was für eine tolle Frage, denkt sich der Wollmops – und geht ohne Zögern zur Beantwortung über:

Neue Stricktechniken sind mir sehr wichtig! Was wäre der Wollmops ohne ständiges Dazulernen – einfach nur ein tumber Hund, der den ganzen Tag auf seinem wolligen Hintern hockt. Dann doch lieber ständig lernen!

Zuletzt waren es Lacemuster. Unwiderstehlich von herrlichen Büchern angezogen, beißt sich der Wollmops durch Yarn forward, Yarn to the front, Yarn von hinten durch die Brust ins Eye, Knit five kreuzweise together und andere Unerschöpflichkeiten der Spitzenstrickerei. Manchmal nervig, immer wundervoll.

Natürlich frage ich mich, ob es sich nicht irgendwann ausgelernt hat, und bin neugierig, was die richtig erfahrenen Nadeldamen und –herren dazu zu sagen haben. Aber bis es eventuell mal so weit ist, stromere ich mit Lust und Neugier weiter durch die Strickwelt! Gibt's überhaupt was Schöneres, als unbekanntes Gelände zu erforschen und zu erkunden? Also, jetzt von Nebensächlichkeiten wie LiebedeinesLebens und BiohühnchennachAmisArt mal abgesehen. Aber sonst?

Der Wollmops bellt fröhlich ein entschiedenes Nein!

Samstag, 16. August 2008

Ländliche Überraschung


Über den bayerischen Feiertag Mariä Himmelfahrt und das anschließende Wochenende bei meinen Eltern auf dem Lande weilend, bin ich hier mit zwei tollen Überraschungen konfrontiert worden: Bäuerliches Stricken von Liesl Fanderl, Band 1 und 2. Norbert, der Cousin meiner Mutter, hat sie ganz zufällig aufgestöbert und sie, ohne zu ahnen, welche Schätze sie bergen, für die Strickerin in der Familie - äh, mich - hier deponiert.

Obwohl ich ja nun schon ein paar Lace-Musterbücher besitze, bin ich hin und weg von diesen zwei Bänden. Uralte traditionelle Zopf-, Spitzen- und Hebemaschenmuster präsentieren sich hier, allesamt natürlich gedacht für Trachtenstrümpfe an Frauen- und Männerbeinen, für "Janker", sprich bayerische Trachtenjacken, und Westen. Und ebenso natürlich perfekt für meine QueenStuff-Kollektion geeignet, für QueenSleeves (Stulpen), QueenCrowns (Kopfbedeckungen) und QueenNeckLaces (alles rund um den Hals). Wirklich wunderschöne Möglichkeiten des Strickens eröffnen sich da dem staunenden Auge, alles aufgezeichnet in einer simplen Zeichenschrift, die mit etwa 10 Symbolen auskommt.

Tja, da steht meiner Hebemaschenkarriere ja nun nix mehr im Wege - damit wollte ich mich eh als Nächstes beschäftigen, und jetzt hab ich einen guten Grund dafür. Hochoffiziell hier also noch mal ein dickes Dankeschön an Norbert! Solltest Du irgendwann einen Trachtenstrumpf oder auch zwei benötigen, kannst Du Dich jederzeit an mich wenden!

Donnerstag, 14. August 2008

Samt und Rosen


Und hier erste Ansichten von meinem neusten Projekt mit Arbeitstitel Samt und Rosen. Der samtig weiche Seidenchenille bildet quasi die Grundlage, an die später die rosige Spitze aus Mohair Luxe angenäht werden soll.

Auf diese Kombination bin ich verfallen, als ich einen ausladenden überhängenden Rosenstock mit rosaroten Blüten sah. Auf Amrum gibt es eine Menge davon. Sie thronen mit leisem Lächeln auf niedrigen Steinmäuerchen, die mit Erde ausgefüllt sind. Daneben sieht man oft Lavendel, riesige Stöcke zumeist. Manchmal haben die Rosen kleine Blütchen an unzähligen Verzweigungen, manchmal sind es eher klassische Modelle. Wunderschön sind sie allerdings alle.

Und das hoffe ich jetzt auch für meinen Schal. Es gibt noch andere Ideen in diesem heckenrosigen Zusammenhang, aber dafür brauche ich erst mal mein Spinnrad, etwas Praxis und daher ... noch eine gute Portion Geduld.

Dienstag, 12. August 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 33/2008


Heute fragt das Wollschaf:
Vielleicht wurde diese Frage noch nicht gestellt: Nach Filmen, in denen Stricken eine wichtige Rolle spielt. Mir fällt da nur einer ein. (Und den verrat ich, falls Du diese Frage stellst. )

Vielen Dank an den Wollmops für die heutige Frage!

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Na, da wird doch der Mops in der Pfanne verrückt! Meine eigene Frage! Okay, da muss ich mich ja mit dem Antworten richtig beeilen: Aaalso, der mir einfallende Film, wo sich so einiges ums Stricken dreht, ist natürlich Wallace & Gromit - Unter Schafen.

In diesem genialen Animationsfilm spielt nicht nur eine liebreizende Wollladenbesitzerin eine tragende Rolle, sondern auch eine fantastische Maschine namens "Knit-O-Matic" (der Name sagt praktisch alles). Und der Film präsentiert das vielleicht süßeste Schaf der Welt: Shawn.

Da gibt’s nur eins: anschauen, lachen, stricken. Und zwar alles gleichzeitig!

Montag, 11. August 2008

MiMaMützen!



Mit der neusten Mützenkreation hat der Wollmops endgültig auf Sommer geschaltet. Hier ist nämlich alles Baumwolle! Von Gladiolen inspiriert, von Wollkäufen bei ebay genährt, als Schilf deklariert: die aktuelle Elfenhaube.

Zurzeit bin ich dermaßen auf Grün ... Als Nächstes werden die zweiten Leaf&Cobweb-Sleeves fertig und hoffentlich kommende Woche auch bei Dawanda landen. Außerdem sitze ich an einem Schal aus – ebenfalls ersteigertem – Seidenchenille, der mit zartrosa Spitze aus meinem geliebten Mohair Luxe kombiniert werden soll. Der Chenille ist von wunderbarer Farbe und Qualität. Es ist, als würde mir moosfarbener Samt aus den Nadeln fließen. Einfach toll!
Neue QueenSleeves sollen ebenfalls daraus entstehen. Die aber nicht mit rosa Lace, sondern mit ... na, lasst Euch überraschen. Ich verrate nur so viel: Kirschrot.

Kirschrot, hat mir meine Künstlertante empfohlen, sollte auch mal eine von den Elfenhauben werden. Na, da ist mir ihr Wunsch doch Befehl! Jetzt muss ich nur noch das passende Muster für die Randbordüre finden – die richtige Farbe hab ich schon.

Donnerstag, 7. August 2008

Knitty-Faszination



Wahnsinn – das möchte ich auch machen!!!
Was? Na, das!

In meinen Augen ein geniales Stück Arbeit, auch wenn die Designerin Kie Zuraw darauf hinweist, dass es sich einfach nur um zufällig verteilte Zöpfe handelt. Aber schaut Euch nur diesen ungewöhnlichen Garneinsatz an! Als hätte ihr die Elfenkönigin Titania eine tau-betropfte Spinnwebe auf den Leib gepustet.

Wirklich wunderschön.

Dienstag, 5. August 2008

Gladioleninspiration























Ohne viel Worte: Oben die Inspiration durch die kräuseligen grüngelben Gladiolen – unten die Anfänge eines neuen Elfenhäubchens, diesmal in zwei Grüntönen.

An Blumen kann sich der floralophile Wollmops halt einfach nicht satt sehen ...

Sonntag, 3. August 2008

Leaf & Cobwebs ...


Kaum ist der letzte Faden vernäht, liegen sie auch schon fotografiert zwischen den Gladiolen und stehen jetzt bereits bei Dawanda im Schaufenster: meine neuen Stulpen Leaf & Cobwebs.

Ich kann mir nicht helfen, aber diese Mohair Luxe verwende ich einfach wahnsinnig gern. Manchmal verstricke ich sie mit 3er-, manchmal mit 5er-Nadeln, bei Leaf & Cobwebs waren es sogar 6er. Letztere hatte ich grade zur Hand, und dank ihres Materials – Kunststoff – rutschten sie mir nicht sofort durch die spinnwebartigen Maschen, sondern blieben brav darin hängen. Außerdem erzeugten sie genau die lose Luftigkeit, die ich haben wollte.
Die moosgrüne Wolle ist der gleiche Materialmix (Seide und Kidmohair), nur in einem anderen Verhältnis und viel dicker. Dennoch habe ich sie mit schlanken 4ern verarbeitet, damit sie schön elastische Maschen ergibt.

Wie schon gebeichtet, hab ich mich bei einer der Stulpen vertan und den grauen Teil zu lang gestrickt. Drum wird’s also noch ein weiteres Pärchen Leaf & Cobwebs geben, dann mit einer Rüsche am oberen Ende. Bleiben Sie dran – wir berichten!

Donnerstag, 31. Juli 2008

Wer strickt wie viel? Das Ergebnis!




Warum essen, wenn Du auch stricken kannst?
Diese eigentlich doch naheliegende Frage stellen sich offenbar nur sehr wenige unter uns, nämlich genau zwei.
Das große Gros (36 Stimmen – und damit 50%) begibt sich ein bis zwei Stunden täglich an die Nadel. Etwas weniger bunt treiben es 17 Leute, mit bis zu vier Stunden wöchentlich, und etwas heftiger, mit bis zu fünf Stunden am Tag, sind 15 Leute dabei.

Hinter der einen Stimme, deren BesitzerIn sich nur alle paar Monate strickreif fühlt, steckt womöglich jemand, der sich einem anderen Handgewerkel verschrieben hat. Vielleicht eine passionierte Filzerin oder ein totaler Spinner?

Wie auch immer, der Wollmops bedankt sich wieder mal bei allen Mitstrickenden und Abstimmenden! Er selbst ist ja kein allzu fleißiges Lieschen in strickerischer Hinsicht, sondern denkt auch gerne einfach nur über neue Projekte nach, zeichnet irgendwelche abgedrehten Entwürfe, die sich dann mit normalen Mitteln nicht verwirklichen lassen, oder spinnt im stillen (Ober)Stübchen vor sich hin.
Letzteres in letzter Zeit übrigens weniger. Zum einen warte ich auf meine Spinnrad-Besichtigung in Wien, zum anderen klebt mir die Wolle einfach an den Fingern. Aber so ist das eben im Sommer.

Jedenfalls denkt der in seinem Pelz bratende Wollmops jetzt schon über die nächste Umfrage nach - lasst Euch überraschen!

Dienstag, 29. Juli 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 31/2008


Das neugierige Wollschaf will wissen:
Sicherlich habt Ihr auch etliche Handarbeitsbücher und -zeitschriften daheim. Mich würde interessieren, ob Ihr aus allen schon etwas nachgearbeitet habt oder ob es auch welche gibt, die Ihr nur durchgeschaut habt. Habt Ihr vor, doch noch irgendwann etwas daraus nachzustricken (-häkeln)? Oder blättert Ihr einfach nur immer wieder gern darin und schaut Euch die Modelle an? Hat es auch Bücher und Zeitschriften darunter, von denen Ihr enttäuscht seid oder die Anleitungen sich als zu schwierig erwiesen haben?

Vielen Dank an
Moni für die heutige Frage!


Der Wollmops wirft einen Blick auf seine Bücherstapel und sagt: Hm – ein spannendes Thema!

Ziemlich sicher hab ich noch nicht aus allen Zeitschriften und Büchern was nachgearbeitet. Bin ja in letzter Zeit sowieso eher zur Ich-bastel-mir-mein-eigenes-komisches-Design-Strickse mutiert. Ich stöbere einfach gerne in den Teilen herum, sehe mir an, was so möglich ist, sammle Ideen und bewundere ausgefuchste Modelle.
Allerdings kaufe ich mir seit Monaten kaum noch Zeitschriften oder Anleitungsbücher für ganze Modelle, sondern eher Musterbücher wie Lace & Eyelets oder Inspirationsgiganten wie Intertwined. Damit bin ich dann sehr glücklich und kann mich endlos damit befassen. Diese Bücher werden dann auch richtig benutzt – auch wenn ich nicht den Ehrgeiz habe, jedes Muster abzuarbeiten, wähle ich doch kontinuierlich welche aus.

Montag, 28. Juli 2008

Wie es im Urlaub war ...


Wenn wir aus dem Urlaub kommen, angefüllt mit gehabtem Glück, und vorsichtig tastend die ersten Schritt in unseren alten Alltag machen, fühlen wir uns immer ganz merkwürdig. Ein bekanntes Phänomen, ebenso wie das des postferialen überquellenden Schreibtischs. Wenn die Arbeit wieder so richtig losgeht und kein Gedanke auf dem anderen bleibt, hat man fast Mühe, die Wochen davor noch für wahr zu halten.

Trotzdem wirkt der Urlaub ganz wunderbar in uns nach: die Ruhe, die wir gefunden haben, die Kraft, die wir gewonnen haben, die Liebe zueinander und zur Insel, die wir gefühlt haben.

Besonders die viele Arbeit danach war schuld dran, dass ich hier bisher noch nicht wieder aufgetaucht bin. Aber jetzt! Schon wieder fleißig am Stricken, hab ich endlich auch bei Dawanda neue Sachen eingestellt. Das soll natürlich auch so bleiben – ich hab mir vorgenommen, ab jetzt jede Woche ein Teil einzustellen. Hab schließlich schon genügend neue Projekte im Kopf.

Leider hab ich mich im Urlaub nicht bei der Strickerei ablichten lassen, dabei war ich gar nicht so untätig. Gut, sooo tätig auch wieder nicht, aber immerhin ist ein roter Spitzenschal entstanden – oder noch dabei, zu entstehen. Momentan sitze ich parallel an familiären Socken und an wunderschönen grünseidiggrauen Stulpen. Letztere gibt’s gleich als zwei verschiedene Paare, hab ich's doch glatt fertiggebracht, nach der allerersten die zweite an einer Stelle anders zu stricken. Da ich nicht auftrennen wollte, hab ich kurzerhand ein anderes Design draus gemacht. Bilder folgen!

Jetzt freu ich mich erst mal, wieder bei Euch zu sein!
Der Wollmops

Montag, 9. Juni 2008

Und jetzt: Urlaub!!


Wo ist die Welt am schönsten? Auf Amrum natürlich.
Jedenfalls für uns.

Darum fahren wir jetzt wieder hin. Und sind irgendwann wieder da. Mit neuen Strickobjekten und hoffentlich voll erholt.

Bis dahin grüße ich Euch alle und wünsche Euch sonnige Tage!
Der Wollmops

Freitag, 30. Mai 2008

Juchee, ein Wollregal!


Wie vor geraumer Zeit schon mal kurz erwähnt: Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Wollregals! Es beherbergt einen Riesenhaufen Socken- und sonstige Wollen, meine sämtlichen Strickbücher, meine Spann- und Dämpfunterlage, meine neue Schaufensterpuppe (siehe unten im Foto) und ein altes Spinnrad (gleich links daneben), das ich neulich geschenkt bekam, das aber leider nicht funktioniert.

Natürlich horte ich Wolle auch noch anderswo, viel steckt ja unterm Bett und zwei Riesenkisten hocken auf einem anderen Regal und bergen in luftiger Höhe meine Spinn- und Färbewolle. Aber ein Extra-Wollregal! Das ist schon ein Hammer. Gut, der Ventilator unten rechts ist nicht wirklich wollrelevant, aber woanders hat der einfach keinen guten Platz.
Praktisch finde ich auch, dass wir oben dran ein Rollo angebracht haben, hinter dem das Regal ein bisschen verschwinden kann.

Wir haben uns unglaublich schnell an das neue Einrichtungselement gewöhnt, was nur eins bedeuten kann, nämlich dass es eine sehr sehr gute Entscheidung war. Ich frage mich nur: Wenn Ihr da draußen (ich will jetzt lieber keine Namen nennen) immer so viele tolle neue Bücher vorstellt, wie soll ich dann auch nur ein Jahr mit bloß einem einzigen Bücherregalfach überleben??? Ja, das beantwortet mir mal!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Water & Green


Vielleicht liegt es daran, dass an meinem Schreibtisch so viele Pflanzen stehen, vielleicht auch ganz allgemein an einer Vorliebe des menschlichen Auges, auf jeden Fall liebe ich die Farbe Grün. Ich kann mich nicht daran sattsehen. All die vielen Schattierungen ...































Kein Wunder, wenn dann Schals entstehen, die auch nichts als grün sind. Grün und ein bisschen wasserleichtblau, so wie ein Quell, der aus dem moosumränderten Wald in die helle Wiese hinausplätschert.