Dienstag, 8. Januar 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 2/2008


Heute fragt das Wollschaf:
hallo,
nachdem ich nun zum wiederholten male nicht gerade eines meiner schönsten sockenknäuel aus der schublade geholt habe, kam mir die frage in den sinn, ob es den anderen wohl auch so geht, daher meine frage:Geht es euch auch so, dass ihr zum "Schutz" der edlen geliebten Wolle, lieber die nicht so geliebte anstrickt?
lieben gruß und danke für die arbeit
Vielen Dank Conny für die heutige Frage!
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Der Wollmops hat nachgedacht und ruft:
Aber nie im Leben! Obwohl ich sonst durchaus eine Neigung zum Das-Beste-am-Schluss habe, geht's mir mit der Wolle ganz anders. Nämlich eher so wie mit dem Silberbesteck, das mir meine wohlmeinenden Altvorderen als Aussteuer unters Taufbecken geschoben haben: Anstatt es für festliche Gelegenheiten aufzubewahren, benutze ich es jeden Tag. Einfach um mich jeden Tag dran zu freuen!
Gut, vielleicht breche ich nicht bei jedem Mittagessen in Tränen der Rührung über seine Schönheit aus, aber tatsächlich merke ich immer wieder mal bewusst, was ich da in den Händen halte, und genieße es!
Ähnlich ist es mit der Wolle: Ich nehme mir das heraus, was meinem Gefühl nach genau jetzt am schönsten für mich zu verstricken ist. Das muss nicht immer die objektiv schönste Wolle sein, die in meinen Vorräten schlummert; es ist vielmehr die, die mir grade am meisten Freude macht. Denn wozu stricke ich denn, wenn nicht um der Freude wegen?
Und genau die wünsch ich auch allen anderen dabei!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das mit dem Silberbesteck kann ich nachvollziehen, mir geht es nämlich genauso.
Wertvolle Dinge müssen, damit sie sich rentieren, so oft wie möglich benutzt werden. So gesehen darf auch Alltagskleidung ruhig teuer sein. Wenn man sie dafür oft tragen kann, ist sie den Preis mehr wert als ein Abendkleid, das nur zweimal im Leben aus dem Schrank geholt wird.

Zahlreiche Grüße
Kerstin

Der Wollmops hat gesagt…

Das hast Du schön gesagt! :o)

findet
der Wollmops