Sonntag, 2. März 2008

Lausch & Strick



Zurzeit stricke ich am liebsten zu Hörbüchern. Ich hab mich sogar durch einen wahren Auswahlmarathon gekämpft und mir einen MP3-Player gekauft, sprich so ein Winzteil, auf das 2 Gigabyte draufpassen. Einen anderen, der MP3-CDs abspielt, hatte ich schon vorher. Bis jetzt hat der auch immer gereicht. Aber inzwischen hab ich Audible entdeckt, die Anlaufstelle für Audiobooks-LiebhaberInnen im Netz. Und 2 Hörbücher pro Monat abonniert. Das sorgt dann mal wirklich für Stoff! 25.000 Titel in verschiedenen Sprachen und aus allen denkbaren Genres. Am liebsten höre ich natürlich möglichst lange Bücher, bloß nix Gekürztes, ich krieg praktisch schon Schreikrämpfe, wenn ich sehe, dass sie einen 450-Seiter auf 6 Stunden zusammengeschnetzelt haben.Nein, für mich müssen's schon 10 Stunden aufwärts sein. 10 ist wirklich das absolute, kaum erträgliche Minimum. Glücklicherweise kennt Audible seine Ohrenheimer und bietet unter diversen Suchkriterien auch die Option, nach Länge zu suchen.

Na, jedenfalls wissen wir ja aus einer meiner Umfragen, dass immerhin 36 Prozent der Teilnehmerinnen an selbiger die Hörleidenschaft mit mir teilen. Drum werde ich Euch ab heute hie und da von meinen neuesten Hörgenüssen berichten.

Los geht's mit Mount Dragon von Douglas Preston und Lincoln Child.
Diese zwei Koryphäen des Wissenschaftsthrillers erzählen in diesem Buch von Carsons Kampf mit einem Killervirus. Draußen in einem abgeschiedenen Wüstenlabor am Fuße des Mount Dragon soll der junge Forscher die Arbeit eines Kollegen fortsetzen, der mit dem extrem gefährlichem Material gearbeitet hat. Ein Grippevirus soll dafür benutzt werden, die Menschheit für immer gegen sämtliche Arten von Grippe immun zu machen. Die dafür erforderlichen Genmanipulationen sind bisher aber gescheitert, und Carsons Vorgänger ist auf spektakuläre Weise durchgedreht.
Rätsel um Rätsel schlingen sich in der leicht klaustrophobischen Atmosphäre von Hochsicherheitslabor und Wüsteneinsamkeit um Carson, doch als er sie endlich entschlüsselt, wird alles noch viel klaustrophobischer, und es bleibt nur die Flucht in die sengende Wüste.

Das Buch kenne ich bereits in schriftlicher Form, trotzdem war's spannend zu hören. Die allzu markige Stimme von Thomas Piper ist zwar leider nicht mein Fall, aber er ist ohne Zweifel ein hervorragender Vorleser, der jeder Figur eine etwas andere Nuance verleiht. Gespannt begleitet man ihn durch die verschiedenen Szenarien - herrliche 19 Stunden lang.

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