Dienstag, 1. April 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 14/2008


Heute will das stets neugierige Wollschaf wissen:
Wenn Ihr Eure Modelle selber entwerft, entwerft Ihr diese dann erst am Schreibtisch oder während dem Stricken?"
Vielen Dank an
Mandala für die heutige Frage!
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Der Wollmops braucht diesmal nicht lange zu grübeln, sondern weiß gleich: Klare Sache: auf dem Papier (wenn auch nicht immer am Schreibtisch *g).
Zuerst fällt mir irgendwas auf oder ein, eine bestimmte Farbkombi, eine interessante Form, die irgendwas in mir auslösen, das ich in Gestricktes verwandeln möchte. Manchmal seh ich auch gleich das ganze Strickstück vor mir oder bloß einen Teil, beides zeichne ich dann in mein Arbeitsbuch, und wenn es bloß ein Teil war, den ich "gesehen" habe, findet sich dann beim Zeichnen der Rest.

Dann kommt die Phase, wo ich mich frage, wie ich's umsetzen soll. Bisweilen ist das ganz leicht, ein andermal eher schwer. Oft muss ich überlegen und erst mal in meinen Büchern recherchieren, wie ich einen Effekt, den ich erreichen will, zustande bringe.

Dann schließlich wird gestrickt. Natürlich gibt's da noch mal eigene Tücken und Mücken, und ich muss oft wieder auftrennen. Aber das macht nichts. Es ist viel zu spannend, eigene Sachen zu entwerfen, um gleich bei der ersten Schwierigkeit (oder auch bei der fünften) die Nadel ins Korn zu pfeffern. Am Schluss liegt dann das fertige Stück vor mir, und ich bin in den allermeisten Fällen sehr zufrieden. Das heißt nicht, dass es nicht noch 'ne Menge zu verbessern gäbe. Das ist dann die nächste Phase. Irgendwann, beim selben Modell.

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