Montag, 8. Dezember 2008

Nadelbruch



Da sitze ich so am Küchentisch, ins Gespräch mit Alfons vertieft, er macht mich auf etwas draußen vor dem Fenster aufmerksam, ich gucke neugierig raus, will auf die nächste Nadel im Nadelspiel wechseln und ... bruch! Ab ist der Bambusstick. Gegen den Tisch geknackt und sauber in zwei Hälften gespalten.

Glücklicherweise ist man als Wollmops gut ausgerüstet und auf (fast) alle Fährnisse vorbereitet. Eine kleinere Suchaktion förderte neue Drei-Komma-Fünfer in Metall zutage, damit die neuen Stulpen für die Großtante noch rechtzeitig vor Weihnachten fertig werden.
Bei der Übergabe der Stulpen „Zwilling“ an meine Tante letztes Wochenende schlugen die Wellen der Begeisterung in der Familienrunde hoch, und meine Großtante sprach sofort einen präzisen Weihnachtswunsch aus.

Gewünscht – gestrickt, da lässt sich der Wollmops natürlich nicht lumpen. Diesmal hab ich statt reiner Seide die etwas dünnere Tusshena in superzartrosa und altrosa gewählt. Denn meine Großtante möchte die edlen Armschoner gediegen zum Lesen im Bett tragen, wo die Nachthemdsärmel immer ein bisschen zu kurz sind. Und ich stelle mir eben vor, dass zum einen der Mohairanteil für einen noch höheren Kuschelfaktor sorgt und zum anderen die etwas dünnere Struktur besser geeignet, da biegsamer und noch anschmiegsamer als das dickere Seidengarn ist.

Na, mal sehen, ob Großtante Hildchen das auch so empfindet. Jetzt wird erst mal fleißig gestrickt ...

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