Mittwoch, 18. Februar 2009

Ein Knie heilt

Kaum wage ich es laut zu sagen, aber ich glaube, mein Knie heilt!! Vor lauter Freude habe ich ein neues Paar Stulpen angefangen: Wollmeise, Farbe SONNE!

Mein Spinnrad hat inzwischen eine Art Sirenengesang angestimmt, der, seit sich das Knie vor ein paar Tagen plötzlich ganz langsam zu bessern anfing, immer lauter wird. Und es klingt wunderbar! Es singt von herrliche Vliesen, die ich verarbeiten werde, in Weiß, Rosa und Orange, in Wasserblau und Grün, in Taubenblau und Anthrazit. Verziert mit Schappé-Flöcken, mit schrillpinkfarbenen Stofffetzen und olivgrünen Fransen.

Es singt und singt immer lauter... und nächste Woche werde ich nachgeben und es endlich wieder umarmen.

Sonntag, 15. Februar 2009

Ariadnefaden - schon der dritte!



Na ja, was heißt „schon“ ... Als ich am 7. April vor einem Jahr unser erstes Treffen verkündete, hatte ich ursprünglich damit gerechnet, dass es sich eher wiederholt. Und häufiger. Aber letztes Jahr haben wir’s dann doch nicht öfter als zweimal geschafft.


Diesmal waren wir nur zu viert. Aber haben wir uns davon unterkriegen lassen? Weit gefehlt! Sabine stickte tapfer weiter an ihrem Bauchtanz-BH, Monika saß an meinem Spinnrad und spann (diesmal tatsächlich ganz knapp am ArtYarn vorbei), und Patrizia saß da in ihrem Pullover, den sie letztes Mal noch auf den Nadeln hatte, und schlug ein neues Projekt an. Inspiriert von einem Mitbringsel von Sabine zur allgemeinen Bewunderung (einem fantastischen Filzwrap), beschloss sie, ihre Pullovergewohnheiten zu durchbrechen und einen Wrap zu stricken – den ersten ihres Lebens!!


Ich habe ganz unauffällig an einem Kragen weitergepusselt, nicht viel gemacht, aber alles sehr genossen. Auch die kulinarischen Beiträge natürlich – Monikas Fischcreme wurde ihrem Weltruhm mal wieder gerecht!


Wir haben uns Wolle aus Sammelbestellungen übergeben und gegenseitig die mitgebrachten Werke bewundert. Monika hatte ein tolles Möbiusstirnband dabei (ach, und ich wollte mir doch live von Dir vorführen lassen, wie man das anschlägt), Sabine außer dem Filzteil etliche Anleitungen von Drops; wir zeigten uns unsere neuen tollen Stricknadeln, und ich glaube, alle hatten das Gefühl, einiges mitzunehmen, als wir uns verabschiedeten.


Der nächste Ariadnefaden findet auf jeden Fall nicht erst in einem halben Jahr statt. Vermopst und zugenäht!

Mittwoch, 11. Februar 2009

Zwischenbericht


Langes Schweigen. Kein Laut. Ist der Wollmops in Winterschlaf gefallen?

Ach, ich wünschte, es wäre so!

Stattdessen gräme ich mich mit meinem Schwingrad-Syndrom. Irgendwann war’s mal besser, aber heute musste ich definitiv wieder zum Orthopäden.


Zwischen Verzweiflungsanfällen, sehnsüchtigem Vorm-Traveller-Stehen und Es-vorsichtig-mit-den-Zehenspitzen-berühren, einer kleinen eingeschobenen Grippe und dem ganzen üblichen Alltagskrempel, mit dem wir uns alle rumschlagen, war die Lust aufs Bloggen schwer zu finden.


Wenigstens war ich nicht völlig untätig. Ich habe ein bisschen was gestrickt (1 bis 2 Krägen und so weiter) und etwas kardiert. Denn Tom Walthers Kardiermaschine ist da!! Ja, mitten in meiner Kniemisere plötzlich diese Freude! Natürlich kann ich nur im Sitzen kardieren, nachdem mir ein Im-Stehen-Versuch letzte Woche gleich mehr Kniezwicken eingebracht hatte, aber so das eine oder andere Vlies hab ich doch damit produziert!


Ihr wisst ja, zurzeit bin ich – offenbar – in einer Rosaphase. Auf dem ersten Bild seht Ihr also einen Mix aus Ostfriesenschaf, Schappéseide, ein paar strategisch verteilten Häufchen bordeaufarbenem Kammzug, einigen Seidenstofffetzen und diversen Fäden orangefarbener Kid Seta.


Noch bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht mein zweites Vlies noch schöner finde ... In ihm verbinden sich Ostfriesenschaf, Schappéseide, Stofffetzen in pink und grün und von mir am Wochenende gefärbte pink- und rosafarbene Wolle, ebenfalls vom OF. Es ist insgesamt weißer als das andere, mit einer pinkeren Schattierung. Davon gibt’s 180 g, vom ersten etwas über 100 g.


Nachdem mir der Ortho heute nach der Röntgenaufnahme versichert hat, dass keine arthrotischen Veränderungen vorliegen, und mir eine Spritze direkt ins Knie verpasste (nein, ich möchte nicht darüber reden, allerdings war es nicht so schlimm wie Zahnarzt), hoffe ich aus ganzem Mopsherzen, dass sich die Sache bald wieder gibt und ich meine annähernd 1001 Garnideen endlich wieder umsetzen kann. Euch danke ich für alle guten Wünsche, füs Daumendrücken und Dranbleiben. Bleibt bitte weiter dran. Jedes Schwingrad geht schließlich irgendwann vorüber.